„Heroischer Gigantismus“ und Kolonialgeschichte in Nürnberg
Dekoloniale Perspektiven auf die städtische Denkmalkultur
- Kursnummer: B036113
- Kursleitung: Bennewitz, Nadja
Große Männer der deutschen Geschichte – doch wen ehrt man da hoch oben auf dem Sockel? Der Rundgang richtet den Blick auf Nürnberger Denkmäler und ihre Verflechtung mit der deutschen Kolonialgeschichte.
So erinnert das Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal an den Monarchen, der mit dem „Schutzbrief“ für Deutsch-Ostafrika – das heutige Tansania mit Burundi und Ruanda – die Weichen für die Kolonialisierung des Gebiets stellte. Auch das 25 Meter hohe Bismarck-Denkmal verweist auf die Entstehung des deutschen Kolonialreichs, dessen Grundlagen während seiner Kanzlerschaft gelegt wurden. Dass Nürnberg ihm 1915 ein Denkmal widmete, verdeutlicht den damaligen gesellschaftlichen Umgang mit dieser Geschichte. Am Kriegerdenkmal am Köpfleinsberg wird schließlich den in Südwestafrika und China für das „deutsche Vaterland“ gefallenen Nürnbergern gedacht. Es macht sichtbar, wie eng Denkmalkultur und Kolonialgeschichte miteinander verbunden sind.
Der Rundgang lädt dazu ein, diese Denkmäler aus einer dekolonialen Perspektive neu zu betrachten.
Treffpunkt , Treffpunkt: ,
In Kalender-Datei speichern (.ics)
| Datum | Uhrzeit | Raum | Kursleitung |
|---|---|---|---|
|
20270319
Freitag, 19.03.2027 |
von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr |
Treffpunkt (Treffpunkt:) | Bennewitz, Nadja |
